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Über GO

Geschichte

GO ist eines der ältesten bekannten Brettspiele. Nach einigen Quellen wurde GO vor etwa 4000 in China erfunden. Kaiser Shonu brachte als Erster im Jahre 735 nChr. das GO-Spiel nach Japan. Zu erst verbreitete es sich nur langsam unter den Adeligen. 1603, zur Zeit des Shogunen Iyeyasu, wurde die erste Go- Akademie gegründet welche bis 1868 tätig war.
Unter den Samurais fand das Spiel wegen seinem militärischne Charakter große Beliebtheit. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten Anekdoten und Legenden dazu, welche häufig strategische Regeln des Spiels enthalten.
Zwischen 1868 und 1880 erlebte GO einen Niedergang. Nach 1880 wurde langsam Go in der ganzen Welt gespielt.

Allgemeines

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Einen Meister erkennt man daran, was er mit nur wenigen Dingen anfangen kann."

Spielbrett ( Goban )

Das Spielbrett ist eine fast Quadratische (45x41 cm) Holztafel in 19x19 Feldern eingeteilt. Ein Feld ist genau 22x24 mm. Die Form wurde so gewählt das durch die Perspektive der Eindruck entsteht das die Felder quadratisch sind. Die Steine werden wehrend des Spiels auf die Schnittstellen der Linien gesetzt.

Steine

Es werden 361 Steine verwendet (181 schwarze und 180 weiße da schwarz mit dem Spiel beginnt). Die Steine sind Linsenförmig, im allgemeinen 22 mm Durchmesser. Einmal auf das Spielfeld gesetzt, werden die Steine nicht mehr gerückt und nur unter bestimmten Bedingungen wieder entfernt.
Die Steine wurden anfangs aus Muscheln (weiße) und einem Vulkangestein (schwarz) gefertigt. Heutzutage wird meistens Kunststoff oder Glas verwendet.

Spielregeln


Territorium

Gebiete welche von Steinen gleicher Farbe oder/und dem Tafelrand begrenzt werden, heißen Territorium. Das Ziel des Spiels ist es so viel wie möglich an Territorium zu besitzen. (in der Abbildung hat Schwarz 8 Punkte Territorium)

Freiheit

Die Punkte in der Nachbarschaft eines Steins heißen Freiheiten.
In der Mitte der Tafel hat ein Stein 4 Freiheiten, am Rande 3 und in der Ecke 2. Benachbarte Steine bilden eine Gruppe, deren Freiheiten zusammengenommen werden.

Gefangennahme

Wenn nach einem Zug des Gegners eine Gruppe keine Freiheiten mehr besitzt so wird dies Gruppe Gefangengenommen und vom Spielbrett entfernt.

Wenn eine Gruppe nur noch eine einzige Freiheit besitzt, so sagt man das sie sich in atari befindet. Es ist nicht erlaubt eine eigen Gruppe durch einen Zug der letzten Freiheit zu berauben. Diese Situation wird Selbstmord genannt. (Schwarz kann nicht in dem gekennzeichneten Punkt spielen).

Wenn aber durch den Zug Steine des Gegners gefangengenommen werde, so ist der Zug erlaubt. (Schwarz kann in den gekennzeichneten Punkt spielen).

Leben und Tod

Eine Gruppe die 2 innere Freiheiten hat kann nicht mehr gefangengenommen werden und wird als lebendig bezeichnet.

Eine Gruppe die keine 2 inneren Freiheiten hat oder bekommen kann, ist tod. Eine tote Gruppe muß nicht wehrend des Spiels gefangengenommen werden. Sie kann bis zum Spielende auf dem Brett verbleiben und wird dann erst entfernt ohne aber daß weitere Züge dazu gespielt werden. Unter gewissen Umständen kann es vorkommen das eine tode Gruppe durch Gefangennahme des Gegners wieder lebendig wird.

Ko

Ko ist jene besondere Situation in welcher ein Stein, nachder Gefangennahme des Gegners, in atari verbleibt und vom Gegner gefangengenommen werden kann. Damit die Situation sich nicht ins Unendliche wiederholt, darf der Gegner erst den Stein gefangennähmen nachdem er irgend wo anderst einen Stein gespielt hat.

      

Seki

Wenn zwei Gruppen, zwei gemeinsame Freiheiten oder je eine innere Freiheit und eine gemeinsame Freiheit besitzen, sagt man die Gruppen bilden ein Seki. In einem Seki verliert der wer zu erst einen Stein spielt. Deshalb sind beide Gruppen lebendig, werden jedoch am Ende des Spiels als neutrales Territorium angesehen.



Übungen


Muster

So wie bei anderen Strategiespielen ist es notwendig die Auswirkungen eines Zuges zu bestimmen. Deshalb ist es nützlich gewisse Muster zu erkennen und deren weitere Entwicklung zu kennen.

Gruppen mit 3 Freiheiten

Bei 3 Freiheiten gibt es nur zwei Konfigurationen. Der rot markierte Punkt ist der zum Überleben notwendige.

Gruppen mit 4 Freiheiten

4 Freiheiten bieten eine größere Überlebensmöglichkeit, aber der Einfluss der Form ist ausgeprägter.

4 Freiheiten in einer Linie oder in "L" Form sind sicher lebendig egal wer am Zuge ist.

Anderst sieht es hier aus, wenn es Schwarz nicht gelingt in einen der markierten Punkte zu spielende, so ist die Gruppe tod.

Zu vermeiden ist:

Die einzige Überlebensmöglichkeit ist hier Seki!

Gruppen mit 5 Freiheiten

Bei 3 lebenswichtigen Punkten lebt die Gruppe sicher.

Eine Konfiguration mit 2 lebenswichtigen Punkten ist in der Abbildung dargestellt.
Selbst bei 5 Freiheiten ist eine Gruppe noch nicht sicher. Die Gruppe lebt nur wenn Schwarz am Zuge ist!

Gruppen mit 6 oder mehr Freiheiten

Bei großen Gruppen wird das Problem auf eine der bisher besprochenen Muster zurückgeführt.

Übungen